Vorhofflimmern: Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Unser Herz ist ein Hochleistungsorgan. Etwa 2,5 Milliarden Mal zieht es sich im Lauf eines Lebens zusammen und entspannt sich dann wieder, pumpt so Blut durch die Adern.
Bei manchen Menschen jedoch kommt es dabei ins Stolpern und gerät kurzfristig aus dem Rhythmus. Vorhofflimmern nennt man dieses Phänomen: Eine Herzrhythmusstörung, unter der derzeit 1,8 Millionen Deutsche leiden.

  • Auch wenn Vorhofflimmern per se harmlos ist: Die Herzrhythmusstörung begünstigt das Entstehen weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erhöht das Schlaganfall-Risiko. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen und solche, die bereits unter Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche oder Diabetes leiden.
  • Leider jedoch bleibt die Störung oft unentdeckt, da sie meist symptomfrei verläuft. Nur bei einigen Menschen „äußert“ sich das Vorhofflimmern durch Symptome wie Herzrasen oder Atemnot, manchmal auch einfach nur durch Müdigkeit.
  • Daher sollten Menschen ab 60 – und altersunabhängig alle unter den angegebenen Vorerkrankungen Leidenden – ihre Puls- (und damit ihre Herzschlag-)Frequenz regelmäßig selbst überprüfen. Am einfachsten funktioniert das mit speziellen Pulsmess-Geräten oder Blutdruckmessern, die über eine zusätzliche Pulsmess-Funktion verfügen. Es geht aber auch ganz einfach: Mit Zeige- und Mittelfinger den Puls an der Innenseite des anderen Handgelenks ertasten, dann 30 Sekunden lang die Schläge zählen und diese im Anschluss verdoppeln. Liegt die gemessene Schlagzahl unterhalb 60 oder oberhalb 90 – oder wurden Stolperer erspürt beziehungsweise vom Messgerät angezeigt – so sollte zwecks Abklärung unbedingt der Hausarzt aufgesucht werden.

Bild: unsplash.com

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