Die beliebtesten Fastenmethoden

Fasten ist weitaus mehr als nur der reine Verzicht von Essen. Fasten kann den Körper entlasten, reinigen, die Selbstheilungskräfte anregen und Fasten kann außerdem den Geist klären. Doch wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen Heilfasten, Basenfasten, Saft- oder Suppenfasten und was genau ist Intervallfasten?

Wer fastet, möchte oftmals möglichst schnell Gewicht verlieren. Doch das ist der falsche Weg. Stellt der Körper seinen Stoffwechsel um, weil er keine Nahrung mehr erhält, ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert, sobald es wieder etwas zu Essen gibt. Fasten sollte nicht als Diät, sondern als Möglichkeit gesehen werden, seine Gesundheit zu unterstützen. Wer fastet entlastet seinen Körper und vor allem seinen Darm. Die Zellen können sich erholen und der Körper kann kleine Reparaturarbeiten und Erneuerungen durchführen, da er die Energie nicht für den Verdauungsprozess aufwenden muss. Wer noch nie gefastet hat, muss sich ersteinmal inmitten der Möglichkeiten umschauen, welche Fastenmethode für ihn geeignet ist. Wer nicht komplett auf Nahrung verzichten will, findet im Saft- oder Suppenfasten eine gute Alternative. Auch bietet dieses eine gute Möglichkeit, um sich an das Fasten heranzutasten. Hier reagiert aber jeder Mensch (und somit jeder Körper) anders. Für die einen ist es einfacher, komplett auf Nahrung zu verzichten, die anderen brauchen wenigstens eine Suppe oder einen Saft, um die Fastenzeit zu begehen.

Die beliebtesten Fastenmethoden

Heilfasten soll wie der Name schon sagt den Körper heilen und den Geist klären. Das Heilfasten geht auf den Arzt Otto Buchinger zurück und dieser empfiehlt das Heilfasten sowohl zur Gesundheitsprävention als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten. Beim Heilfasten wird dem Körper etwas Energie zugeführt. Laut Buchinger wirkt Heilfasten nicht nur auf der medizinischen Ebene, sondern auch psychosozial und spirituell. Das traditionelle Buchinger-Fasten startet am Tag zuvor mit einer Kalorienreduktion auf etwa 1000 Kalorien (kcal). Zu diesem Zeitpunkt sollte auch der Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Alkohol, Nikotin eingestellt werden. Der erste Fastentag beginnt mit einer Darmreinigung (Glaubersalz mit viel Flüssigkeit). Während der Fastentage erfolgt eine tägliche Zufuhr von 0,25 Liter Gemüsebrühe, 0,25 Liter Obst – oder Gemüsesaft, 30 Gramm Honig sowie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit (Wasser oder Tee).

Gemäß Buchinger beträgt die Dauer für eine Fastenkur zwei bis vier Wochen. Die Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung (AGHE) empfiehlt eine Dauer von sieben bis zehn Tagen plus einen Tag zur Vorbereitung und drei Tage im Anschluss an das Fasten zur Normalisierung des Essverhaltens.

Das Basenfasten bezeichnet das Fasten ausschließlich mit Obst und Gemüse. Beim Basenfasten steht vor allem das Entsäuern des Körpers im Vordergrund. Eine Übersäuerung des Körpers entsteht in der heutigen Zeit durch den Verzehr der typischen „Zivilisationskost“, also den Speisen mit viel Mehl, Protein, Zucker und Fett ohne wichtige Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Das Basenfasten wird heute gern auch mit Detox – also dem Entgiften des Körpers – gleichgesetzt. Während einer Detox-Kur wird auch vorrangig auf basische Lebensmittel zurückgegriffen. Während einer Basenfastenkur gibt es morgens Obst, mittags Salat und abends Gemüse. Mit 2,5 Litern Wasser oder Tee sollte außerdem ausreichend getrunken werden. Das Basenfasten sollte zehn Tage nicht überdauern. Basenfasten ist besonders beliebt bei Fans der Naturheilkunde.

Das Saftfasten ist ebenso schnell erklärt wie das Wasserfasten (nur für Fasten-Erfahrene). Beim Saftfasten werden über den Tag verteilt ausschließlich Obst- und Gemüsesäfte verzehrt. Händler (etwa Reformhäuser) bieten komplette Saftfastenkuren an, die den Bedarf über mehrere Tage abdecken. Beim Wasserfasten erhält der Körper nur Flüssigkeit in Form von Wasser. Fasten unerfahrenen Personen wird ausdrücklich von dieser Methode abgeraten.

Das Intervallfasten stellt eine gute Methode dar, um sich langsam an das Thema Fasten heranzutasten. Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten) beschreibt den Verzicht von Essen über einen Zeitraum von Stunden oder Tagen. Die Formen des Intervallfastens unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Dauer. Die „5:2-Methode“ bedeutet, dass an fünf Tagen in der Woche normal gegessen wird und an zwei Tagen wird auf Nahrung verzichtet. Die „16:8-Methode“ beispielsweise sieht ein Fasten über 16 Stunden (also am besten über Nacht) vor, während in den verbleibenden acht Stunden gegessen werden darf. Beim Intervallfasten gibt es noch weitere Varianten.

Wer keine Erfahrung im Fasten hat, sollte immer einen Arzt oder Therapeuten mit hinzuziehen. Dieses gilt besonders dann, wenn es sich um therapeutisches Fasten handelt. Während des Fastens können Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und ähnliches auftreten. Das ist auf den Verzicht von Nahrung und die Entgiftung des Körpers zurückzuführen.

Bild: stockpics – fotolia.com

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.