Mama von Magnetkraft ĂĽberzeugt

Vielleicht kennt das jemand von euch: Man hat einen tollen Gesundheitstipp und möchte diesen mit seiner Familie teilen. Begeistert spricht man über das Thema und die Person gegenüber winkt ab. Kenne sie schon, wisse sie schon, funktioniert eh nicht. Ich habe zig solcher „Kandidaten“ in meiner Familie und bin manchmal ganz schön verzweifelt, weil ich ihnen etwas Gutes tun möchte, aber sie sich einfach nicht für meine Tipps öffnen. Meine Mutter wollte mir beispielsweise nie glauben, dass Magnete gegen Gelenkschmerzen helfen können.

Sie vertraut lieber dem Arzt und lässt sich Medikamente gegen ihre Kniearthrose geben, anstatt einmal einen natürlichen Weg auszuprobieren. Typisch.

Als bei uns Stadtfest war und ich mit meiner Mutter die Stände anschauen wollte, konnte sie kaum laufen, weil ihr das Knie solch große Schmerzen bereitet hat. Sie hat schon einen Gehwagen, aber dieses Mal kam die starke Hitze noch dazu und jeder Schritt war für sie eine Qual. Ich suchte ihr ein schattiges Plätzchen und besorgte uns eine Flasche Wasser, damit wir eine Pause machen konnten. Meine Mutter saß direkt neben einem Verkaufsstand mit Magnetschmuck und während ich unsere Getränke kaufte, kam sie mit dem Standbetreiber ins Gespräch. Er sah ja, dass meine Mutter schlecht laufen konnte und er nahm sich super viel Zeit, um ihr die Wirkung von Heilmagneten auf die Gesundheit zu erklären. Dass Magnete die Durchblutung steigern können und dadurch der Körper zu mehr Selbstheilung angeregt wird, klang für Mama einleuchtend.

Ich gesellte mich dazu und konnte mir nicht verkneifen auch mal zu sagen „Mama, das habe ich dir auch schon mal erzählt“. Doch sie winkte nur ab und wollte dem netten Mann weiter zuhören. Das Ergebnis dieses Tages: Meine Mutter kaufte sich eine Magnetbandage für ihr Knie, investierte ihr Taschengeld zusätzlich in ein Armband und legte sich ein Magnetherz zu, das sie zukünftigt am Rücken tragen wollte oder eben dort, wo es immer mal wieder zwickt und zwackt.

Ich musste grinsen, ersparte mir aber weitere Kommentare. Es dauerte ungefähr zwei Wochen, bis meine Mutter eine Linderung ihrer Gelenkbeschwerden erkannte. Sie konnte ihr schmerzendes Knie besser bewegen. Der Schmerz war noch da, aber sie sagte, dass er nicht mehr so stechend sei. Außerdem trug sie jeden Tag das Armband und hatte das Gefühl, nachts besser schlafen zu können. Sie erzählte jedem in unserer Familie die Geschichte von ihrem Spontankauf beim Stadtfest und alle hörten gespannt zu. Bis meine Schwester zu mir sagte: „Hattest du nicht auch schon mal von Magnetkraft erzählt, weil du so tolle Erfahrungen gemacht hast?“ Ja, hatte ich.

Deborah K. per E-Mai am 20.07.2019

Bild: pexels.com

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