Wie viel Plastik steckt in Ihrem Kind?

ToxFox

Die Studie des Umweltbundesamtes in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut hat in den letzten Tagen für Aufsehen gesorgt. Fast alle Kinder und Jugendliche haben Rückstände von Plastik im Körper. Vor allem sogenannte Weichmacher, die in Trinkflaschen, Lebensmittelverpackungen, Spielzeug, Kosmetik und Bekleidung zu finden sind, wurden entdeckt.

Die Forscher testeten Blut und Urin von 2500 Kindern und Jugendlichen ganz gezielt auf Weichmacher und weitere Plastikrückstände und erschreckenderweise wurden bei fast allen Testpersonen elf von 15 schädlichen Stoffen gefunden. Die Substanzen können die Gesundheit gefährden, so beeinflussen Weichmacher beispielsweise den Stoffwechsel. Auch können die Gifte die Hormone stören und sogar eine Ursache für Fettleibigkeit, Unfruchtbarkeit und Entwicklungsverzögerungen sein. Die schädlichen Stoffe sind auch in der Umwelt und zwar im Wasser und in der Luft zu finden und daher ist es schwer, den Belastungen aus dem Weg zu gehen.

Mit ToxFox Giftstoffe vermeiden

Die App „ToxFox“ vom BUND hilft dem Verbraucher durch einen Produktcheck zu erkennen, in welchen Produkten Giftstoffe enthalten sind. Es gibt eine riesengroße Datenbank mit Auflistungen gängiger Kosmetikprodukte und wer die App (für iOS und Android) herunterlädt und installiert braucht nur noch den Barcode am Produkt zu scannen, um Informationen zu den Inhaltsstoffe zu bekommen. Wer beispielsweise Spielwaren auf giftige Stoffe prüfen lassen möchte, scannt ebenso den Barcode und schickt damit eine Anfrage an den Hersteller.

Der Hersteller hat 45 Tage Zeit, um die Frage nach gesundheitsschädlichen Chemikalien in seinem Produkt zu beantworten. Mit jeder Antwort wird anderen Eltern geholfen, denn die Ergebnisse fließen mit in die große Datenbank ein und lassen sich beim nächsten Check sofort abrufen. Mit der App können Eltern ihre Kinder schützen und den Herstellern klar machen, dass sie Produkte ohne Giftstoffe kaufen möchten. Denn: Die Waren mit den Giften bleiben zukünftig als Ladenhüter in den Regalen liegen.

Auf der Webseite des BUND gibt es weitere Informationen zur App. www.bund.net/toxfox

Bild: Jörg Farys / BUND

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