Vorsicht vor gefälschten Lebensmitteln

Leider wird in allen Bereichen des Lebens betrogen. Es gibt den Enkeltrick, gefälschte Online-Shops und vermeintliche Händler, die angeblichen Goldschmuck günstig anbieten und den Käufer dann auf billigem Blech sitzen lassen. Besonders ekelhaft ist der Betrug bei den Lebensmitteln.

Denn der Verbraucher vertraut den Angaben auf dem Etikett und möchte sicher sein, dass er bekommt, was er zu kaufen glaubt. Doch manchmal ist Olivenöl gar nicht aus Oliven gewonnen, Thunfisch enthält keinen Fisch und Bio-Waren sind konventionell erzeugt. Der Betrug um gefälschte Lebensmittel hat so massiv zugenommen, dass sogar das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf seiner Webseite und in Flyern informiert. Glücklicherweise unternehmen die Behörden viel, um den Verbraucher vor kriminellen Betrügereien zu schützen.

Mittlerweile ist bekannt, dass die Lebensmittelindustrie nicht immer ehrlich mit dem Verbraucher umgeht. Am Beispiel Brot und Backwaren zeigt sich, dass viele Bäckereibetriebe aus Kosten- und Zeitgründen den Teig für ihre Backwaren nicht mehr selbst zubereiten und für den perfekten Genuss lange ziehen lassen, sondern sie greifen zu Fertigmischungen und rühren diese mit Wasser und Hefe an. Ein Betrug ist das nicht. Wenn allerdings Lebensmittel in den Handel kommen, die bewusst manipuliert sind, um die Gewinnspanne zu steigern, dann ist das eine böse Verbrauchertäuschung. Das Bundesamt für Verbraucherschutz benennt als Lebensmittelbetrug das vorsätzliche Inverkehrbringen von Lebensmitteln mit dem Ziel, durch Verbrauchertäuschung einen finanziellen oder wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen. Doch wie können sich Verbraucher schützen? Das ist schwierig, denn wer im Supermarkt beispielsweise Olivenöl einkauft, kann nicht wissen, wenn es sich um ein gefälschtes Öl aus billigem Salatöl und Spinatextrakt handelt. Es gibt Fälle, da wurde Salatöl mit Chlorophyll eingefärbt, um es als hochpreisiges Olivenöl zu verkaufen. Oder Garnelen wurden mit Gel aufgespritzt, um ein höheres Gewicht zu erzielen. Honig wird mit Zucker gestreckt und preiswerter Fisch wird als hochwertiger Edelfisch angeboten.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bereibt ein innovatives Risikomanagement zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug, das alle den Betrug bekämpfenden Akteure (dazu gehören die Polizei, der Zoll, die amtliche Lebensmittelüberwachung, etc.) mit einbezieht. Der Informationsaustausch erfolgt quer durch Europa. Denn: In einer Welt globaler Warenströme und hoch vernetzter Warenketten hat das betrügerische Vorgehen bei der Manipulation von Lebensmitteln eine neue Dimension und Komplexität erreicht. Doch auch „der kleine Händler von nebenan“ kann Lebensmittel fälschen. Fälle von Betrug werden in einem europäischen Behördennetzwerk zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug ausgetauscht.

Auf der Webseite des Bundesamtes können sich Verbraucher näher informieren. www.bvl.bund.de

Bild: guukaa – fotolia.com

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.