Leichte Depressionen mit Heilpflanzen lindern

Extra wurde die Überschrift so gewählt, dass auf leichte Depressionen (bis mittelschwere Depressionen) hingewiesen wird, denn diese können gut mit Heilpflanzen behandelt werden. Eine schwere Depression, starke Ängste oder gar Suizidgedanken gehören allerdings unbedingt in die Hände erfahrener Ärzte/Therapeuten. Doch Stimmungsschwankungen, depressive Niedergeschlagenheit und Gefühle von Ausgebranntsein (Bournout), lassen sich gut mit Heilpflanzen behandeln. Hier kommen vor allem Johanniskraut, Passionsblume und Baldrian zum Einsatz.

Leider greifen in den Industriestaaten immer mehr Menschen zu Antidepressiva. Das ist nicht die Schuld der Leute, denn sie bekommen die Medikamente von den Ärzten verschrieben, wenn sie über einen längeren Zeitraum ängstlich sind, unter starker Unruhe und sogar depressiver Verstimmung leiden. Leider wissen sich viele Männer und Frauen nicht anders zu helfen, wenn sie von „komischen Gedanken“ heimgesucht werden. Antidepressiva greifen in den Hirnstoffwechsel ein. Die Medikamente können – und das kommt sehr häufig vor – unschöne Nebenwirkungen – von Kopfschmerzen und Übelkeit über Schwindel bis hin zu Verstopfungen und sexueller Lustlosigkeit – hervorrufen. Dazu kommt, dass Antidepressiva bei vielen Menschen gar nicht wirken. Die Ärzte verschreiben dann meistens ein neues Medikament in der Hoffnung, dass dieses die gewünschte Verbesserung erzielt. Es gibt viele Leute, die jahrelang mit verschiedensten Medikamenten behandelt werden, ohne jemals eine wirkliche Verbesserung zu erfahren.

Leichte und mittelschwere Depressionen – und hierunter leiden etwa 80 Prozent aller Depressiven – können gut auf natürlichem Weg behandelt werden. Heilpflanzen haben den großen Vorteil, dass sie gut verträglich sind, nicht abhängig machen und keine schlimmen Nebenwirkungen erzeugen. Vor allem Johanniskraut ist bei Depressionen die erste Wahl, wenn man sich natürlich helfen möchte. Zahlreiche Studien haben bereits erfolgreich belegt, dass Johanniskraut bei Depressionen helfen kann. Die Wirkung ist auf die Regulierung von Botenstoffen wie Dopamin, Noadrenalin und Serotonin im zentralen Nervensystem zurückzuführen. Ob nach der Einnahme von Johanniskraut sofort eine Wirkung eintritt, hängt von der jeweiligen Person und dem Beschwerdebild ab. Es kann einige Wochen dauern, bis eine merkliche Veränderung verpürt wird. Es wird empfohlen, das Johanniskraut über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten einzunehmen. Da Johanniskraut die Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen kann, wird eine Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.

Wer neben Depressionen außerdem von Schlafstörungen, Ängsten, Unruhezuständen und mulmigen Gedanken heimgesucht wird, kann die Einnahme von Johanniskraut mit Baldrian und Passionsblume kombinieren. Baldrian wirkt beruhigend und Passionsblume ist ein hervorragender Angstlöser.

Die Kraft dieser drei Heilpflanzen ist übrigens kein neuer Tipp. Schon lange werden Präparate mit Johanniskraut, Baldrian und Passionsblume in Drogerien und Apotheken angeboten. Bei Depressionen, Ängsten, Schlafstörungen und Unruhe sollten natürliche Mittel immer die erste Wahl sein.

Bild: baranq – fotolia.com

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