Ist diese Diät tatsächlich ein Wundermittel gegen Fettpölsterchen?

Abnehmen im Schlaf – das hört sich ziemlich grandios an! Denn wer abends eisern auf Kohlenhydrate verzichtet, verbrennt nachts Fett, logisch. Dagegen blockiert eine Portion Nudeln am Abend den Fettabbau. Das ist im Prinzip richtig. Doch auch tagsüber geht der Körper an die Fettdepots, wenn mehr Energie verbraucht als zugeführt wird – etwa durch sportliche Betätigung.

Hinzu kommt: Wer sich abends die Kohlenhydratmahlzeit verkneift, darf tagsüber trotzdem nicht mehr essen als sonst. „Es zählt immer die gesamte Energiemenge eines Tages“, erklärt Professorin Susanne Klaus vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (Potsdam-Rehbrücke) in der Apotheken Umschau.

Trotzdem meint die Ernährungsexpertin, weniger Kohlenhydrate essen um abzunehmen, sei durchaus einen Versuch wert. Diese Abnehmmethode sei einfach umzusetzen. Man müsse nicht vor jeder Mahlzeit mühsam Kalorien zählen, sondern lediglich weniger von bestimmten Lebensmitteln essen. So stecken zum Beispiel in Brot, Nudeln, Reis, Süßigkeiten, Speisen aus Weißmehl und zuckerhaltigen Limonaden reichlich Kohlenhydrate. Ebenso in Kartoffeln und Obst.

Wer weniger Kohlenhydrate essen will,sollte vor allem bei Süßigkeiten und zuckerhaltigen Limonaden sparen

Zudem enthalten Speisen unterschiedliche Arten von Kohlenhydraten. Während Süßigkeiten und süße Limonaden vorwiegend aus s c h n e l l verdaulichen Zuckern bestehen, kommen beispielsweise in Hülsenfrüchten und Vollkornbrot komplexere Kohlenhydrate vor. Die schnellen Kohlenhydrate lassen den Blutzucker rasch in die Höhe schnellen und machen meist nur kurzzeitig satt. Komplexe Kohlenhydrate verdauen wir langsamer, sie lassen die Blutglukose nur mäßig ansteigen und sättigen viel länger.

Wer weniger Kohlenhydrate essen will, sollte vor allem bei Süßigkeiten und zuckerhaltigen Limonaden sparen. Zwei bis drei „Nascheinheiten“ pro Woche sind völlig in Ordnung, jeden Tag wäre ein wenig zu viel. Vollkornprodukte – ob als Reis, Spaghetti oder Brot – sollten Sie sich nicht komplett verkneifen. Dies gilt auch für Obst. Zwar steckt in Bananen, Kiwis und Trockenfrüchten relativ viel Glukose, dafür enthalten sie auch wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Obst sollte also weiter auf dem Speiseplan stehen.

Praktische Hinweise auf Sparpotenzial:

– Bei Vollkornprodukten die Portionen kleiner gestalten. Also weniger Nudeln und Reis auf den Teller, dafür mehr Gemüse.

– Nicht jeden Tag eine warme Mahlzeit mit Kohlenhydraten. Stattdessen mal eine Portion Lachs oder Pute anbraten und dazu Salat reichen.

– Weil fertige Dressings oft sehr viel Zucker enthalten, eignet sich eine selbstgemachte Soße mit Essig und Öl besser.

– Statt zwei Scheiben Brot eine Schnitte mit einer Portion Salat, Radieschen oder Joghurt kombinieren. Außerdem macht auch eine dünnere Scheibe satt.

Außerdem sollten Sie sich bewegen. Das verbrennt Kalorien und baut Muskelmasse auf. Mehr Muskeln verbrauchen mehr Energie.

Quelle: apotheken-umschau.de; portavitalia.com

Bild: Picture-Factory -fotolia.com

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