Die Apotheken der Zukunft sind digital

Hätte man vor 30 Jahren eine Person gefragt, ob sie sich vorstellen kann, dass die vom Arzt verordneten Medikamente über das Internet bestellt werden können, dann hätte diese Person sicherlich mit dem Kopf geschüttelt. Und genau das ist heute möglich. Sowohl verschreibungspflichtige Medikamente können (gegen Vorlage des Rezeptes) online geordert werden und auch freiverkäufliche Arzneien landen mit wenigen Klicks im elektronischen Warenkorb und können über den Shop des Online-Anbieters gekauft werden. Stationäre Apotheken rüsten auf, denn auch sie erkennen das digitale Potenzial. Schon heute sind viele Arbeitsschritte automatisch gesteuert.

Zahlreiche Prozesse laufen im Hintergrund auch heute schon vollständig digital ab und zwar so, dass der Kunden kaum etwas davon mitbekommt. Das Warenwirtschaftssystem sorgt beispielsweise dafür, dass Präparate beim Großhändler vorrätig sind, um sie an die Apotheken ausliefern zu können. Wird ein bestimmter Wert unterschritten, dann löst das System automatisch eine neue Bestellung aus. Viele Apotheken bieten bereits einen Bestellservice über eine App an und auch wird Click & Collect immer beliebter. Über die Apotheken-Webseite können Kunden rezeptfreie Produkte bestellen, vor Ort abholen oder sich liefern lassen. Die Planungen gehen allerdings noch einen Schritt weiter.

 

Die elektronischen Apotheken

Mit dem E-Rezept – also dem elektronischen Rezept – wird eine ganze Kommunikationskette zwischen Hausarzt, Patient und Apotheker digital. Der Arzt sendet das E-Rezept auf einen Server und übermittelt die Zugangsdaten auf das Smartphone des Patienten. Der Patient geht in die Apotheke oder schickt das Rezept dorthin, um das Medikament vorzubestellen. Scannt der Apotheker den QR-Code, dann wird das Rezept vom Server heruntergeladen und die Daten werden automatisch an die Krankenkasse weitergeleitet. Doch die Überlegungen gehen noch weiter. Vielleicht werden in der nahen Zukunft individuelle Dosierungen von Wirkstoffen für den Kunden vor Ort in der Apotheke mit dem 3D-Drucker produziert. Die Hightech-Apotheke der Zukunft könnte eine Beratung nach Ladenschluss über Chatbots anbieten oder wichtige Medikamente werden an Erkrankte, die nicht mobil sind, per Drohne ausgeliefert. KI – Künstliche Intelligenz – passt das Warenlager automatisch anhand der Nachfrage an, bestellt nach und füllt auf, wenn sich der Bestand dem Ende neigt. Kunden navigieren am Service-Terminal per Touchscreen durch das Sortiment, wählen aus, bestellen mit wenigen Klicks und der Automat gibt das Produkt heraus.

Könnte das die Zukunft sein?

Bild: pexels.com

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